Genau heute in 2 Wochen, ja wirklich 2 Wochen, das sind 14 Tage, 336 Stunden bzw. 20160 Minuten, sitze ich im Flieger - übrigens für mich das allererste Mal über den Wolken - in Richtung Vereinigte Staaten von Amerika. Mit der Zeit zeigen sich schon die ersten körperlichen Erscheinungen, die meine Aufregung nicht wirklich mindern. Müdigkeit und Appetitlosigkeit stehen auf der Tagesordnung - Schlaflosigkeit und Heißhunger auf der Nachtordnung.
Klingt jetzt alles schlimmer, als es in Wirklichkeit ist, wird der ein oder andere sagen, stimmt zugegebenermaßen auch teilweise, aber trotzdem: das erste Mal von der Familie deutlich länger als 10 Tage entfernt, das erste Mal in einem Flugzeug und das gleich über dem Atlantischen Ozean und das erste Mal in einer doch eher "fremden" Familie in einer "fremden" Umgebung mit einer "fremden" Kultur und einer "fremden" Sprache ... Diese riesen Portion auf einen metaphorischen mega Löffel gepackt, der einem mit den Worten "Komm, iss" oder "Achtung, das Flugzeug landet" (wie passend, fast schon ironisch) in den Mund geschoben wird, macht einen dann doch etwas nervös...
Nicht falsch verstehen! Ich freue mich riesig auf das alles! Ich kann es auch kaum noch abwarten, aber wie sagt man so schön? Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille: Einerseits lässt man die eigene Familie zurück, andererseits erwartet einen voller Vorfreude eine neue tolle Familie. Einerseits vermisst man seine heimische Kultur, die Mentalität und das Essen, andererseits freut man sich tierisch auf den "American dream", den "American way of life" und - um jetzt mal ganz dem Klischee Rechnung zu tragen - das Fast Food.
Meine Vorbereitungen können mittlerweile nicht mehr mit den Worten "ab morgen..." aufgeschoben werden, es wird ernst!!! Das große und wahrscheinlich mit reichlich Tränen vor lauter Enttäuschung verzierte Probe-Kofferpacken steht mir immer noch bevor. Vielleicht sogar unter anderem das Schwerste in dieser heißen Phase, da es einem bewusst macht, dass man sein gesamtes bisheriges Leben in einen - meiner Ansicht nach viel zu kleinen - Koffer packen muss. Übergepäck kann ich mir jedenfalls nicht erlauben - viel zu teuer!
Mal sehen, welche bis jetzt noch nicht erahnten Probleme die kommenden Tage mit sich bringen.
Zum Abschluss die Worte, die man aus meinem Mund in letzter Zeit höchstwahrscheinlich am meisten hört:
DAS WIRD SCHON!
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